Der Irish-Wolfhound ist kein Hund für jedermann. Um ihm gerecht zu werden braucht man schon Haus und Garten. Ein Hund dieser Grösse , Hündinnen um die 80 cm, Rüden oft noch grösser, gehören nicht in eine kleine Wohnung. Doch das Wichtigste ist die Einstellung zum Hound. Man muss seine Schrullen lieben können und ihn als Familienmitglied betrachten - und dieser Hound macht süchtig. Wer einmal einen Wolf besessen hat, kommt von dieser Rasse nicht mehr los.

Unser Zuchtziel ist ein gesunder, langlebiger Hund, nicht durch Inzucht belastet.
Gross, stark, selbstbewusst, dabei aber von sanftem Wesen.

Unsere Welpen werden im Haus geboren und wachsen dort auch auf. Schon früh lernen sie verschiedene Geräusche und Gerüche kennen. Nach der ersten Impfung im Alter von 6-7 Wochen werden sie dann vielfältigen Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Ab einem Alter von 8 Wochen kommen die Kleinen dann zu ihren neuen Besitzern.
Wir geben uns grösste Mühe bei der Aufzucht und legen deshalb grossen Wert darauf, dass unsere Hounds nur in beste Hände kommen. Ein rechtzeitiges Kennenlernen ist also erwünscht.

Um dem Welpen den Umzug in sein neues Heim so leicht wie möglich zu machen, sollte er am besten am Vormittag oder frühen Nachmittag abgeholt werden. So hat er Zeit, seine neue Umgebung anzusehen. Der Platz, der von nun an für ihn vorgesehen ist sollte fertig sein. Ein Wolfhound liebt es eher kalt, aber auf keinen Fall zugig. Eine alte Matratze oder ein Vetbed, ein Spielzeug und eine in ein Tuch eingewickelte Wärmflasche sollen ihm die fehlenden Geschwister in der ersten Nacht ersetzen. Sollte er weinen, gehen Sie zu ihm, streicheln ihn, gehen vielleicht noch mal mit ihm raus, nehmen Sie Ohrenstöpsel und legen sich wieder hin. Welpen lernen sehr schnell, wie sie Aufmerksamkeit erregen und es würde lange dauern bis der Kleine sich an das Alleinsein gewöhnt. Bedenke, Wolfhounds sind hervorragende Schauspieler!!!

In den ersten Lebensmonaten dürfen die kleinen Hounds nicht überfordert werden. Sie brauchen noch viel Schlaf. Die Spaziergänge müssen im ersten halben Jahr kurz sein, um seine wachsenden Sehnen, Gelenke und Knochen zu schonen. Man fängt am besten mit 10 Minuten an, auf keinen Fall sollte man mehr fordern als der Hound von sich aus anbietet. Sehr temperamentvolle Welpen sollte man stoppen, besonders wenn noch andere Hunde zur Familie gehören.

Die Futtermenge sollte auf vier Mahlzeiten verteilt werden. Mit 6 Monaten kann man dann dreimal am Tag füttern. Ab dem 12 Monat reichen zwei Mahlzeiten am Tag. Wasser sollte immer in grossen Mengen zur Verfügung stehen, am besten aus einem sehr grossen standfesten Napf oder Eimer. Wolfhounds saufen äusserst unmanierlich und hinterlassen grosse Pfützen. Beachten Sie, der Hound soll eher dünn aussehen,ein zuviel an Protein und Calcium hat verheerende Folgen! Das Knochenwachstum wird zu sehr gefördert, der Hound wird zu schnell zu gross, Bänder und Sehnen können nicht mitwachsen. Sollte der Hound nicht satt werden, füttern Sie lieber Brot, Kartoffeln und Obst ( Beeren sind besonders beliebt) zu. Da der Hound, wie alle Riesenrassen, zur Magendrehung neigt, sollte er nach dem Fressen auf gar keinen Fall toben oder grösseren Anstrengungen ausgesetzt werden. Lassen Sie ihn ein bis zwei Stunden lang ein Verdauungsschläfchen machen ! Denken Sie auch daran, dass der Welpe regelmässig gebürstet wird, dass die Krallen, wenn nötig, beschnitten werden und Sie ihm ins Maul schauen. Dieses erleichtert den späteren Umgang und eventuelle Tierarztbesuche. Wolfhounds durchlaufen ähnliche wie Menschenkinder körperlich und seelisch ein Teenager/ Junghundstadium. Hier ist freundliches und geduldiges Verhalten von Ihnen gefordert, ebenso aber auch Strenge wenn nötig. Diese Phase dauert meist vom 12 bis zum Alter von 2 ½ Jahren. Viele Hounds neigen zu Wehleidigkeit, bedauern Sie ihn nicht zu sehr. Ausserdem benehmen sie sich selbst im Erwachsenenalter manchmal sehr albern. Seien Sie dann freundlich und ruhig und haben etwas Geduld mit ihm.
 Ein Wolfhound eignet sich nicht zum Abrichten! Bei Apportierversuchen wird er Sie fragend ansehen, nach dem Motto "wenn Du was wegwirfst, dann heb es auch selber auf." Die Grundbegriffe wie Platz, Sitz, Bleib, Nein, Hier, Aus sollte er aber lernen. Auch das Abgewöhnen des Anspringens muss erfolgen, so ein Hound ist auf den Hinterpfoten nun mal mannshoch. Beim Sitz sollte man jedoch nachsichtig sein, da ein Hound aufgrund seiner Statur nicht lange sitzen kann, gewöhnlich wird er sich schnell niederlegen.



Die Erziehung ...


Oft werden wir nach der Erziehung gefragt. Ein Wolfhound ist zwar eine Mischung aus Panzer und Esel, dennoch lässt er sich relativ einfach erziehen. Er ist von Natur aus sehr sauber und wenn man auf ihn hört, ist die Stubenreinheit kein Problem. Wenn der Kleine hinaus muss, wird er es mit schauerlichem Wolfsgeheul kund tun. Halsband und Leine wird ihm in den ersten Tagen zwar etwas unheimlich sein, er ist aber vom Wesen so stoisch, dass er das lästige Anhängsel bald vergisst. Ein Welpe läuft in den ersten Monaten seinem Besitzer so wie so begeistert hinterher. Wenn das Sitz, Platz, Bleib, usw. geübt wird, erwarten Sie keine Wunder. Ein so junger Hund kann sich nicht mehr als ca. fünf Minuten konzentrieren. Eine Überforderung würde nur Vertrauen zerstören. Wenn er artig gemacht hat, was Sie von ihm verlangen loben Sie ihn und geben sie ihm ein Leckerlie ( kleine Stücke Pansen o.ä.). Um den Welpen daran zu hindern, das er alles zerkaut, was Ihnen lieb und teuer ist, geben Sie ihm grosse Kalbs- oder Rinderknochen und alte Schuhe ( natürlich ohne Senkel) . Der Sontagsbraten sollte aber trotzdem in Sicherheit gebracht werden, alle Hounds sind geborene Diebe. Wenn es irgendwie geht, nehmen Sie Ihn mit- zum einkaufen, in Läden, usw. Auch andere Tiere sollte er kennenlernen. Er hat ein sanftes Wesen, ist zu jedermann freundlich. Trotzdem muss er lernen auch schwierige Situationen ruhig und gelassen zu meistern. Passen Sie aber auf, sehr glatte Böden sollten gemieden werden! Hounds rutschen sehr leicht aus und haben dann Angst, sich entspannt zu bewegen- das schadet den Gelenken. Sollten Sie den Wunsch haben Ausstellungen zu besuchen, fangen Sie frühzeitig an, ohne ihn in den Ring zu bringen. Er sollte aber die Atmosphäre kennenlernen. Eines sollten Sie aber immer bedenken - ein Wolfhound ist nicht für den Übungsplatz geeignet. Grobe Worte oder Schläge machen ihn regelrecht depressiv. Er würde seinen ganzen Elan und Lebensmut verlieren!!! Die Welpenspielstunde findet er aber sicher sehr lustig, allerdings wächst er den anderen Welpen sehr schnell über den Kopf. Ausserdem sollte der/die Trainer(in) auf die besonderen Ansprüchen des kleinen Wolfshundes eingehen.
Sehr schnell wird der Welpe verstehen was man von ihm möchte.Nicht lange und man muss nur an etwas denken, schon wird er es freudig machen.

Wenn man sich einmal für einen Irischen Wolfshund entschieden hat, wird man ohne ihn nicht mehr leben wollen.
Er macht einfach süchtig und auch wenn es stimmt, dass er das Lebensalter von kleinwüchsigen Rassen nicht erreicht (10-11 Jahre können es aber durchaus sein), gibt er einem unendlich viel Zuneigung und Glück.

- Möchten sie mehr über die Irish im allgemeinen oder über unsere Hounds erfahren oder sie einmal live erleben, melden sie sich bei uns. -


 

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